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Vermietung eines Arbeitszimmers

vom 5. Juli 2019

Das BMF hat sich unlängst zur Vermietung eines Arbeitszimmers vom Arbeitnehmer an den Arbeitgeber (Homeoffice) geäußert. So müsse die betriebliche Nutzung überprüft werden ob diese im Sinne des betrieblichen Interesses steht. So dürfte es beispielsweise kein geeigneter Arbeitsplatz im Unternehmen vorhanden sein. Nach Auffassung des BMF handelt es sich um eine gewerbliche Immobilie, wenn die durch eine objektbezogene Überschussprognose die Einkünfteerzielungsabsicht entspricht. Bei vorliegen der positiven Voraussetzungen kann der Arbeitnehmer die Werbungskosten in unbeschränkter Höhe vornehmen.

Umsatzsteuer auf Kryptowährungen

vom 4. September 2018

Der deutsche Bundestag teilt aufgrund einer kleinen Anfrage mit, dass Kryptowährungen nicht der Umsatzsteuer unterliegen. Die Verwendung von sogenannten virtuellen Währungen wird umsatzsteuerlich der Verwendung von konventionellen Zahlungsmitteln gleichgestellt. Die Hingabe von Kryptogeld zur Bezahlung unterliegt deshalb nicht der Umsatzsteuer. Die Bundesregierung erwarte auch durch die Nutzung von Kryptowährungen wie z. B. Bitcoins keine Risiken für die Finanzstabilität.

Digitaler Finanzbericht (DiFin)

vom 9. Mai 2018

Die Digitalisierung schreitet bei den Kreditinstituten weiter. Nach Einführung der E- Bilanz beginnt auf Initiative der Finanzwirtschaft die elektronische Übermittlung von Jahresabschlüssen und anderen Finanzberichten. Mit dem Verfahren erfolgt der Einstieg in einen effizienten Informationsaustausch zwischen berichtenden Unternehmen und ihren Banken und Sparkassen. Durch die Verwendung des XBRL- Formats kann ein Medienbruch zukünftig vermieden werden, da bislang bestimmte Informationen manuell erfasst werden mussten.

Lieferung von Pflanzen

vom 20. Oktober 2017

Das Liefern von Pflanzen und das Einpflanzen bilden regelmäßig keine untrennbare wirtschaftliche Einheit. Nach dem Urteil des FG Münster ist nur dann eine einheitliche sonstige Leistung zu unterstellen, wenn der Unternehmer neben der Pflanzenlieferung weitere Dienstleistungen erbringt. Im Urteilsfall wurden Pflanzleistungen vereinbart, die gelieferten Pflanzen wurden vom Kläger gegen Provision bestellt, aber vom Auftraggeber laut Vereinbarung selbst zur Verfügung gestellt. Eine einheitliche Leistung war nicht gegeben, der ermäßigte Steuersatz kam für die Lieferung der Pflanzen zum Ansatz.

Verzicht auf die Steuerbefreiung

vom 12. Oktober 2017

Die Rücknahme des Verzichts auf Steuerbefreiung ist solange möglich, solange die Steuerfestsetzung für das Jahr der Leistungserbringung  anfechtbar oder aufgrund des Vorbehaltes der Nachprüfung noch änderbar ist. In einem aktuellen Schreiben greift die Finanzverwaltung die Rechtsprechung des BFH auf. Der Verzicht und  die Rückgängigmachung des Verzichts sind im Rahmen der zeitlichen Grenzen gleich zu behandeln. Der Anwendungserlass wird dahingehend entsprechend angepasst.

Verfahrensdokumentation

vom 4. Oktober 2017

Durch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF-Schreiben) vom 14.11.2014 wurde eine Pflicht zur Verfahrensdokumentation der Organisation der Buchhaltung eingeführt. Diese Verfahrensdokumentation sollen Buchführungs- bzw. Aufzeichnungspflichtige die Belegablage in einer Verfahrensdokumentation beschreiben, die auch dauerhaft und uneingeschränkt angewendet wird. Diese muss verständlich und damit für einen sachverständigen Dritten in angemessener Zeit nachprüfbar sein und ist ab sofort auch Gegenstand von Betriebsprüfungen. Eine fehlende oder ungenügende Verfahrensdokumentation kann wie bei einem Verstoß gegen die Aufzeichnungspflichten ein formeller Mangel darstellen, der bei Prüfungen zu Schätzungen führen kann. Gerne sind wir Ihnen bei der Abfassung einer solchen Verfahrensdokumentation behilflich.

Kassennachschau

vom 4. Oktober 2017

Ab 01.01.2018 kann das Finanzamt ohne vorherige Vorankündigung während der üblichen Geschäfts- und Arbeitszeiten Geschäftsgrundstücke oder Geschäftsräume von Steuerpflichtigen betreten, um Sachverhalte festzustellen, die für die Besteuerung erheblich sein können (Kassen-Nachschau). Der Kassen-Nachschau unterliegt auch die Prüfung des ordnungsgemäßen Einsatzes des elektronischen Aufzeichnungssystems nach § 146a Absatz 1 AO.

Zeitnahe Buchungen und Aufzeichnungen

vom 3. Oktober 2017

Durch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF-Schreiben) vom 14.11.2014 wurden erstmals zeitliche Orientierungen genannt und konkretisiert somit das Erfordernis, zeitgerecht zu buchen:

  • Bei baren Geschäftsvorfällen in Form von Kasseneinnahmen und -ausgaben gilt § 146 Abs. 1 Satz 2 AO, nach dem diese täglich festgehalten werden sollen.
  • Die Erfassung der unbaren Geschäftsvorfälle eines Monats erfolgt bis zum Ablauf des folgenden Monats in den Büchern und
  • durch organisatorische Vorkehrungen ist sichergestellt, dass die Unterlagen bis zu ihrer Erfassung nicht verloren gehen.
  • Organisatorische Vorkehrungen sind in der Praxis insbesondere die Vergabe von laufenden Nummern für die eingehenden und ausgehenden Rechnungen oder die Ablage in besonderen Mappen oder durch elektronische Grund(buch)Aufzeichnungen in Kassensystemen, Warenwirtschaftssystemen, Fakturierungssystemen etc.